Über uns

Zur Entstehung des Orchesters:

Bernd Fugelsang, ein erfahrender Oboist und Ensemblemanager, bildete bereits seit seinem Studium kontinuierlich ein „Netzwerk“ aus Berufskollegen aus den namhaften Orchestern im Rheinland um sich herum. Diese „musikalische Mannschaft“ wurde immer dann aktiv, wenn sich irgendwo eine Nachfrage oder ein Auftrag für einen Konzertauftritt ergab. So entstand ein fester Kern von Musikern, der über viele Jahre hinweg miteinander musizierte. Auf Dauer war es jedoch nicht effektiv, die jeweilige Formation aus denselben Orchestermusikern unter immer wieder anderen Namen spielen zu sehen, je nach „Auftrag“ des Veranstalters oder bei verschiedenen Kirchenkonzerten. So plante Bernd Fugelsang schon länger, aus diesen bislang betreuten Orchesterformationen ein feste, große Formation, also ein - unter demselben Namen - gleich lautendes und klingendes Orchester zu bilden.

Diese „Gründung“ realisierte sich im Herbst 2011 durch glückliche Umstände in der Anfrage der Deutschen Viola-Gesellschaft, die anlässlich des internationalen Viola-Kongresses, der im Oktober 2011 in Würzburg stattfinden sollte, das Requiem „The Holocaust“ für Solo-Viola und großes Orchester von Boris Pigovat aufgeführt haben wollte. Dieses Werk des israelischen Komponisten (Jahrgang 1953) erforderte gleich die maximale Größe des Orchesters mit rund 70 Musikern. Es bedurfte einer besonderen „Klausurwoche“, um die außergewöhnlichen Anforderungen zu bewältigen. Mit dem internationalen Solisten Donald Maurice (Viola) aus Neuseeland und unter Anwesenheit des Komponisten debütierte die „Camerata Louis Spohr“ unter der Leitung von Bernd Fugelsang am 15. Oktober 2011 im Konzertsaal der Musikhochschule Würzburg mit einem glanzvollen und vielbeachteten Konzert. Zwei Werke von Max Bruch standen dem Requiem gegenüber: die Romanze für Viola und Orchester und das Doppelkonzert für Klarinette, Viola und Orchester. Solisten hierbei waren Estelle Spohr, Viola, und Andreas Reinhard, Klarinette (Duisburger Philharmoniker). Schirmherr dieser Veranstaltung war S.E. Herr Avi Primor, Israelischer Botschafter der BRD a.D. Der Botschafter von Neuseeland, S.E. Herr Peter Rider, war ebenfalls persönlich anwesend.

Im September 2012 spielte das Orchester erstmalig in der Tonhalle Düsseldorf, dem renommierten Konzertsaal seiner Heimatstadt – mit hervorragendem Erfolg bei Publikum und Presse. Auf Einladungen von Kantoren und Dirigenten musizierte die Camerata Louis Spohr zudem in Kleve, Essen, Niederkrüchten, Brüggen, Mettmann, Königswinter und an verschiedenen Kirchen in Düsseldorf und Umgebung. Für die Zukunft sind weiterhin in jedem Jahr zwei „eigene“ Sinfoniekonzerte in der Tonhalle bzw. dem Robert-Schumann-Saal Düsseldorf geplant.

Da sich die Musiker zum Ziel gesetzt haben, im musikalischen Alltag etwas Herausragendes zu schaffen, ist das Orchester auch innerhalb seiner Struktur zu einem harmonischen Klangkörper gewachsen. Die Camerata erfreut sich eines zunehmenden Bekanntheitsgrades und ist ein „viel-harmonischer“ Partner für Konzerte aller Art. Hierbei steht das Ensemble besonders Kooperationen und Projekten mit Chören aus dem Rheinland offen gegenüber (siehe auch „Angebot an Chöre“).